Freiwillige Feuerwehren – Retter in der Not

Freiwillige Feuerwehren sind das Rückgrat des deutsche Rettungswesens. Gäbe es sie nicht, müssten Städte und Gemeinden diesen Dienst vorhalten – was finanziell kaum zu verkraften wäre. Deswegen beteiligen sich die Gemeindehaushalte auch der Ausstattung der Feuerwehr, während meistens ein eingetragen Verein die Personallast trägt. Die örtliche Feuerwehr verpflichtet sich in der Regel, rund um die Uhr einsatzbereit zu sein. Die genauen Strukturen unterscheiden sich in den Bundesländern, weil das Rettungswesen Ländersache ist und nicht bundeseinheitlich geregelt.

Firefighter_HumphreysMeistens sind es aber sowohl junge Männer als auch immer mehr junge Frauen, die mit Alarmempfängern ausgerüstet ständig abrufbar sind. Gerade in kleinen Gemeinden, in denen viele Männer tagsüber arbeiten gehen, liegt die Last mittlerweile auf den Schultern der Frauen. Die Finanznöte der Gemeinden macht es auch manchmal notwendig, Einsatzgebiete und -Fahrzeuge zusammen zu legen. In der Regel muss heute die Feuerwehr innerhalb 4-6 Minuten nach Ausrücken am Einsatzort sein. Bei Berufsfeuerwehren in größeren Städten ist diese Frist meist noch kürzer.

Für die ehrenamtlichen Helfer bedeutet dies, auch in der Nacht und am Wochenende nach Eingehen des Alarms so schnell wie möglich und so sicher wie möglich zur Feuerwache zu fahren und die Fahrzeuge sowie die Funkzentrale zu besetzen.

Heute haben die meisten Feuerwehren speziell ausgebildete Feuerwehrleute, die zum Beispiel Maschinisten, Gruppenführer oder Einsatzleiter sein können. Letzteres ist in der Regel in der Hand der erfahrenen älteren Retter. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren arbeiten ehrenamtlich. Sie bekommen keine Vergütung, es wird aber meistens mit dem Arbeitgeber eine Freistellung für Einsätze verhandelt. Selbst in kleineren Gemeinden kommt es inklusive Fehlalarme oft zu über 150 bis 200 Alarmierungen pro Jahr. Den Nachwuchs rekrutiert die Feuerwehr vor allem aus der Jugendfeuerwehr, der man in der Regel schon bei zehn Jahren, in manchen Ländern sogar bei 8 Jahren. In den aktiven Einsatz darf man je nach Bundesland mit 16, 17 oder 18 Jahren.